November 2020

13.11. Mediathek Oberkirch um 19 Uhr

Petticoat & Rock'n Roll                                                    Erinnerungen und Musik aus den 60/70er Jahren


19.11. Grüner Baum Hatzenweier          um 19:30 Uhr

Poetry Slam oder Dichterwettstreit


Regelwerk zum Poetry Slam/ Dichterwettstreit

im AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass

Präambel:
Ein Poetry Slam ist wie ein literarisches Varitée oder ein Zirkus der Texte: Eine Nummer jagt die nächste, und es geht darum, das Publikum zum Lachen oder zum Weinen zu bringen oder ihnen auch einen Schauer über den Rücken zu jagen. Dabei darf und soll man auch mit den Händen reden und mit den Augen rollen, Spucketropfen zeugen von Empathie: Je mehr man die Zuhörer hinreißt, desto mehr Punkte werden Sie an den Poeten vergeben.

Die Zeitgrenze ist absolut: Danach wird so viel Krach gemacht, dass alle restlichen Worte in einem akustischen Inferno untergehen werden. Es empfiehlt sich also, vorher zu proben und die Zeit von vorn herein nicht ganz ausschöpfen zu wollen. Dabei kann man selber noch ein paar dekorative Worte über sein eigenes Werk verlieren, das muss allerdings in der festgelegten Zeit untergebracht werden. Man kann auch deutlich weniger als festgelegt brauchen.
Von der Form her wählen die meisten das Gedicht, aber auch Prosa kann sehr gut ankommen. Ihr könnt auch mal in Youtube nach Poetry Slam suchen, da gibt es Beiträge, die einen umhauen. An das Niveau werden wir kaum herankommen. Wir sind alles Amateur/innen und vielfach Ersttäter/innen, aber auch wir können die Leute gut unterhalten.
Wenn euer Schwerpunkt als Autor/in allerdings in längeren Stücken liegt, wird es schwierig sein, Vorhandenes an diese Bedingungen anzupassen. Aber auch Romane enthalten bisweilen Kabinettstückchen, die sich mit geringem Aufwand aus dem Zusammenhang herauslösen lassen können.
Das Urteil des Publikums ist brutal und wird nicht angefochten, oftmals wird man bestimmte Wertungen ganz anders sehen. Wer gemäß Losentscheid beginnen muss, hat den Nachteil, dass die hohen Punktzahlen noch nicht gezogen werden. Die Teilnehmer sollten ein gesundes Selbstbewusstsein mitbringen, denn mancher landet weiter hinten als er oder sie sich das vorgestellt hätte. Und einer ist zwangsläufig der letzte.
Zwölf Darbietungen pro Abend sind angemessen, was darüber hinaus geht, überlastet das Publikum. Diese Zahl wird z.B. erreicht, wenn 9 Autoren antreten und die drei Bestplatzierten aus der ersten Runde noch ein zweites Mal antreten zum Kampf um den 1. bis 3. Platz.
Ein/e Conférencier/cieuse führt durch das Programm, erklärt am Anfang die Regeln, leitet die Auslosung der Reihenfolge der Vorträge, stellt die Autor/innen vor, leitet nach jedem Vortrag die Abstimmung, kündigt Pausen an und wacht über das Zeitlimit und den Zeitrahmen der gesamten Veranstaltung. Er läutet die zweite Runde ein und übernimmt die Siegerehrung.
Findet der Poetry Slam in einer Kneipe oder Restaurant statt, sollte zwischen zwei Vorträgen genügend Zeit sein, um Getränke zu servieren.

Für den Auftritt beim Poetry Slam gibt es kein Honorar und auch keine Aufwandsentschädigung.

Die drei Erstplatzierten dürfen sich jedoch über einen kleinen Anerkennungspreis in Buch- oder CD-Form freuen. Nichtgewinner werden nicht entschädigt.

Dies sind die Regeln im AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass:

Die Regeln gelten für jeden Poetry Slam, der vom AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass veranstaltet wird. Sie wurden im Herbst 2018 als Fazit aus unseren bisherigen Veranstaltungen erstellt, mit den Verantwortlichen an den Veranstaltungsorten abgestimmt und an den allgemein gültigen Regeln des PS ausgerichtet.

1.      Alle Texte müssen selbstgeschrieben sein, Gedichte oder Prosa.

2.      Fremdtexte oder Ausschnitte aus Fremdtexten sind nicht zugelassen. Diese dürfen auch nicht als „Vorspann“ vor dem eigenen Text vorgetragen werden.

3.      An Fremdtexte angelehnte und daraus entwickelte eigene Ideen sind zugelassen.

4.      Lieder dürfen nicht gesungen werden.

5.      Erlaubt ist ein kurzes gesungenes Liedzitat im Textverlauf.

6.      Es dürfen keine Instrumente, Verkleidungen/Kostümierungen oder sonstige Requisiten verwendet werden. Einzige Ausnahme ist ein auffälliger Hut für den/die Conférencier/ieuse.

7.      Erlaubt ist eine Textvorlage, von der abgelesen wird.

8.      Die Texte dürfen nicht länger als 6 – 7 Minuten Vortragszeit dauern. Das genaue Zeitlimit wird rechtzeitig vor der Veranstaltung mitgeteilt.

9.      Kurz vor Ablauf der Vortragszeit gibt der/die Conférencier/ieuse ein Zeichen. (Klingel, Glocke)

10.   Bei Überschreiten der Vortragszeit muss der Vortrag abgebrochen werden. Es kann dann nur der vorgetragene Textteil gewertet werden. Dies bedingt Punktabzug. Die Höhe des Punktabzugs bestimmt das Publikum durch seine Wertung.

11.   Für den/die Conférencier/cieuse werden Textbausteine für die Vorstellung der Teilnehmer/innen benötigt. (z. B. Alter, Geburtsort, Beruf, Erfahrung mit Poetry Slam oder nicht.) Diese Textbausteine müssen von den Teilnehmer/innen geschrieben und dem/der Conférencier/ieuse übergeben werden. Diese Übergabe hat gleichzeitig mit der Anmeldung zur Teilnahme zu erfolgen.

12.   Es muss für jeden Poetry Slam eine Kasse mit Wechselgeld zur Verfügung stehen. (Nur wenn Eintritt erhoben wird.)

Es muss eine verantwortliche Person für die Kasse abgestellt werden.

13.   Wie hoch das Eintrittsgeld ist, wird mit dem Veranstalter/der Veranstalterin vorab abgestimmt.

14.   Teilnehmer/innen sind die eingeladenen und verbindlich angemeldeten Netzwerker/innen.

15.   Zusätzlich können sich Teilnehmer/innen anmelden, die nicht zum AutorenNetzwerk gehören.

16.   Auch der/die Conférencier/ieuse ist als Teilnehmer/in zugelassen. In diesem Fall muss für das Publikum eindeutig zu erkennen sein, in welcher Rolle der jeweilige Auftritt erfolgt. Zu empfehlen ist z. B. ein auffälliger Hut, der bei Rollenwechsel auf- bzw. abgesetzt werden kann.

17.   Die Anmeldung kann schriftlich/per E-Mail an das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass oder vor Ort mündlich erfolgen.

18.   Anmeldeschluss schriftlich ist 1 Tag vor Beginn.

19.   Anmeldeschluss mündlich vor Ort ist 1 Stunde vor Beginn.

20.   Die Annahme der Anmeldungen erfolgt in der Reihenfolge der         Anmeldungen.

21.   Mehr als maximal 9 (neun) Teilnehmer/innen werden nicht zugelassen.

22.   Den Teilnehmer/innen werden bei Anmeldung die Regeln mitgeteilt.

23.   Zusätzlich sind die Regeln auf der Website des AutorenNetzwerks Ortenau-Elsass eingepflegt.

24.   Die Reihenfolge der Vortragenden wird vor Ort für alle sichtbar ausgelost.

25.   Die Jury besteht aus etwa 10 Leuten, typischerweise eine Person pro Tisch. Nach jedem Vortrag und nach kurzer Abstimmung am Tisch hält er oder sie ein Schild mit 1 bis 10 Punkten hoch.
Die Teilergebnisse werden von dem/der Conférencier/ieuse auf der entsprechend präparierten Tafel aufgeschrieben. Das jeweils niedrigste und höchste Ergebnis wird gestrichen, der Rest zusammengezählt und aufgeschrieben. Die drei höchsten Punktzahlen gewinnen.

26.   Jeder Teilnehmer trägt einmal vor. Die besten drei aus der ersten Runde tragen ein zweites Mal vor. Jede/r Teilnehmer/in sollte also zwei Stücke auf Vorrat haben.

27.   Das Publikum stimmt über die Reihenfolge der drei Gewinner/innen ab.

 

 Für die Durchführung hat sich folgendes Material bewährt:

1.      Ein Werbeplakat für die Veranstaltung.

Dieses wird von einem Mitglied des AutorenNetzwerks Ortenau-Elsass angefertigt und ca. 14 Tage vor Termin zur Verfügung gestellt. Der Druck wird aus der Kasse des AutorenNetzwerks bezahlt.

2.      Mitglieder des AutorenNetzwerks verteilen die Plakate an werbewirksamen Stellen. Zusätzlich wird das Plakat auf der Website des AutorenNetzwerks eingepflegt.

3.      Ein Pressevorbericht zur Veranstaltung.

Dieser wird von Mitgliedern des AutorenNetzwerks geschrieben und bei allen Presseredaktionen und Online-Medien der Region eingereicht bzw. eingepflegt.

4.      Eine Tafel oder ein anderes Bord, Größe etwas mehr als DIN A1 hochkant.

5.      Ein Bogen Papier DIN A1, im Voraus bemalt mit 12 Zeilen (eine für jeden Vortrag aus dem ersten und zweiten Auftritt). Diese werden mit einer breiten Spalte für den Namen und 12 schmalen Spalten für die Einzelergebnisse und den Summenwert untergeteilt.

6.      Wenn man die Namen der Teilnehmer vorher (je zweimal) auf Haftstreifen getippt (Arial Texthöhe 66) und ausgedruckt oder ausgeschnitten hat und mit einem Klebestift auf den DINA1-Bogen aufklebt, spart man sich die Zeit fürs Aufschreiben.

7.      11 Sätze von Pappkarton-Karten mit den Zahlen von 1 bis 10.

Da bereits entsprechende Karten beim AutorenNetzwerk vorhanden sind, sind diese jeweils mitzubringen.

8.      Ein Satz Loszettel mit den Namen der Teilnehmer/innen.

9.      Ein Behälter für die Lose zur Ziehung.

10.   Eine für das Publikum und den/die Vortragenden gut sichtbare Uhr, z.B. eine große Sanduhr oder eine Stoppuhr auf einem PC-Bildschirm.

11.   Ein durchdringendes akustisches Signalmittel, z.B. eine Glocke.

12.   Ein gut sichtbarer Filzstift (1 mm Strichstärke).

13.   Ein Klebestift.

Nr. 12 und 13 jeweils mit Ersatz, falls einer abhanden gehen sollte oder den Geist aufgibt.

14.   Markante, auffällige Kleidung für den/die Conférencier/ieuse. Wünschenswert ein Hut. 

20.11. Rathaus Sasbachwalden            um 18 Uhr

Nai hämmer gsait!                                                        Das Atomkraft Whyl und der Bürger-Widerstand              Ein Autoren-Porträt des Autors und Zeitzeugen Hans Weide


27.11. Illenau Werkstätten, Atelier, Achern um 19 Uhr

Schwarze Katze von links                                          Krimi & Musik