Poetry Slam

Unser Dichterwettstreit

Unser Regelwerk

Ein kleines Vorwort:

 

Ein Poetry Slam ist wie ein literarisches Varitée oder ein Zirkus der Texte: Eine Nummer jagt die nächste, und es geht darum, das Publikum zum Lachen oder zum Weinen zu bringen oder ihnen auch einen Schauer über den Rücken zu jagen. Dabei darf und soll man auch mit den Händen reden und mit den Augen rollen, Spucketropfen zeugen von Empathie: Je mehr man die Zuhörer hinreißt, desto mehr Punkte werden an den/die Poete/in vergeben.

 

Die von uns vorgegebene Zeitgrenze ist absolut: Danach wird so viel Krach gemacht, dass alle restlichen Worte in einem akustischen Inferno untergehen werden. Es empfiehlt sich also, vorher zu proben und die Zeit von vorn herein nicht ganz ausschöpfen zu wollen.

Selbstverständlich darf man ein paar dekorative Worte über sein eigenes Werk verlieren; das muss allerdings in der festgelegten Zeit untergebracht werden. Man kann auch deutlich weniger Zeit als festgelegt in Anspruch nehmen. In der Kürze liegt bekanntlich die Würze.


Von der Form her wählen die meisten Teilnehmer/innen das Gedicht; aber auch Prosa kann sehr gut ankommen. Man kann auch vorab ja mal in Youtube nach Poetry Slam suchen; da gibt es Beiträge, die einen umhauen. An das Niveau werden wir kaum herankommen. Wir sind zumeist Amateur/innen und vielfach Ersttäter/innen. Aber keine Bange, auch wir können unser Publikum gut unterhalten.
Wenn der Schwerpunkt als Autor/in allerdings in längeren Stücken liegt, wird es schwierig sein, bereits Vorhandenes an unsere Teilnahmebedingungen anzupassen. Trotzdem nur zu! Auch Romane enthalten bisweilen Kabinettstückchen, die sich mit geringem Aufwand aus dem Zusammenhang herauslösen lassen und trefflich vortragen können.


Das Urteil des Publikums ist "brutal ehrlich" und wird nicht angefochten.

Oftmals wird man bestimmte Wertungen ganz anders sehen. 

Wer gemäß Losentscheid beginnen muss, hat den Nachteil, dass das Publikum abwartend reagiert und die hohen Punktzahlen meist noch nicht gezogen werden.

Die Teilnehmer/innen sollten also ein gesundes Selbstbewusstsein mitbringen, denn manch einer oder eine landet weiter hinten als er oder sie sich das vorgestellt hätte. Und einer ist zwangsläufig der letzte. 

Grundsätzlich ist die Teilnahme bei unseren Poetry Slams / Dichterwettstreiten Spiel und Spaß und fröhlicher Klamauk und folglich nicht viel anders als beim Mensch-ärger-dich-nicht-Spielen.  

Wie unser Poetry Slam/Dichterwettstreit abläuft

1. Zwölf Darbietungen pro Abend sind angemessen. Was darüber hinaus geht, überlastet das     Publikum. Diese Zahl wird z. B. erreicht, wenn 9 Autoren antreten und die drei Bestplatzierten    aus der ersten Runde noch ein zweites Mal antreten, dann zum Kampf um den 1. bis 3. Platz.

2. Den Teilnehmer/innen werden bei Anmeldung die Regeln mitgeteilt.

3.  Die Reihenfolge der Vortragenden wird vor Ort für alle sichtbar ausgelost.

4Jede/r Teilnehmer/in trägt einmal vor.

5. Die besten drei aus der ersten Runde tragen ein zweites Mal vor.

    Jede/r Teilnehmer/in sollte also zwei Stücke auf Vorrat haben.

6.  Das Publikum stimmt über die Reihenfolge der drei Gewinner/innen ab.

7.   Die Jury besteht aus etwa 10 Leuten, typischerweise eine Person pro Tisch. Nach jedem Vortrag und nach kurzer Abstimmung am Tisch hält er oder sie ein Schild mit 1 bis 10 Punkten hoch.

8.  Die Teilergebnisse werden von dem/der Conférencier/ieuse auf der entsprechend präparierten Tafel aufgeschrieben.

9.  Das jeweils niedrigste und höchste Ergebnis wird gestrichen, der Rest zusammengezählt und   aufgeschrieben.

10. Die drei höchsten Punktzahlen gewinnen.

11.  Der/die Conférencier/cieuse führt durch das Programm, erklärt am Anfang die Regeln, leitet   die Auslosung der Reihenfolge der Vorträge, stellt die Autor/innen vor, leitet nach jedem   Vortrag die Abstimmung, kündigt Pausen an und wacht über das Zeitlimit und den Zeitrahmen   der gesamten Veranstaltung. Sie oder er läutet die zweite Runde ein und übernimmt die   Siegerehrung.

12. Findet der Poetry Slam/Dichterwettstreit in einer Kneipe oder einem Restaurant statt, sollte zwischen zwei Vorträgen genügend Zeit sein, um Getränke zu servieren.

13. Für den Auftritt bei unserem Poetry Slam gibt es kein Geld.

14. Die drei Erstplatzierten dürfen sich jedoch über einen kleinen Anerkennungspreis als Buch              oder CD freuen. Nichtgewinner werden nicht entschädigt.

Wer bei unserem Poetry Slam / Dichterwettstreit mitmachen kann:

1. Teilnehmer/innen sind vorrangig unsere eingeladenen und verbindlich angemeldeten Netzwerker/innen. 

2.   Zusätzlich können sich Teilnehmer/innen anmelden, die nicht zum AutorenNetzwerk gehören.

3.   Auch der/die Conférencier/ieuse ist als Teilnehmer/in zugelassen.

    In diesem Fall muss für das Publikum eindeutig zu erkennen sein, in welcher Rolle der jeweilige Auftritt erfolgt. Zu empfehlen ist z. B. ein auffälliger Hut, der bei Rollenwechsel auf- bzw. abgesetzt werden kann.

4.   Die Anmeldung kann schriftlich/per E-Mail an das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass oder vor Ort mündlich erfolgen.

5.   Anmeldeschluss schriftlich ist 1 Tag vor Beginn.

6.   Anmeldeschluss mündlich vor Ort ist 1 Stunde vor Beginn.

7.   Die Annahme der Anmeldungen erfolgt in der Reihenfolge der Anmeldungen.

8.   Mehr als maximal 9 (neun) Teilnehmer/innen werden nicht zugelassen.

Unsere Regeln

Unsere Regeln gelten für jeden Poetry Slam/Dichterwettstreit, der vom AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass veranstaltet wird. 

1.      Alle Texte müssen selbstgeschrieben sein, Gedichte oder Prosa.

2.      Fremdtexte oder Ausschnitte aus Fremdtexten sind nicht zugelassen. Diese dürfen auch           nicht  als „Vorspann“ vor dem eigenen Text vorgetragen werden.

3.      An Fremdtexte angelehnte und daraus entwickelte eigene Ideen sind zugelassen. Der/die Urheber/in des Fremdtextes muss im Vorspann genannt werden. (z.B.: Eine Idee nach Max und Moritz von Wilhelm Busch)

4.      Lieder dürfen nicht gesungen werden.

5.      Erlaubt ist ein kurzes gesungenes Liedzitat im Textverlauf.

6.      Es dürfen keine Instrumente, Verkleidungen/Kostümierungen oder sonstige Requisiten verwendet werden. Einzige Ausnahme ist ein auffälliger Hut für den/die Conférencier/ieuse.

7.      Erlaubt ist eine Textvorlage, von der abgelesen wird.

8.      Die Texte dürfen nicht länger als 6 – 7 Minuten Vortragszeit dauern. 

9.      Kurz vor Ablauf der Vortragszeit gibt der/die Conférencier/ieuse ein Zeichen. (Klingel, Glocke)

10.   Bei Überschreiten der Vortragszeit muss der Vortrag abgebrochen werden. Es kann dann nur    der vorgetragene Textteil gewertet werden. Dies bedingt Punktabzug. Die Höhe des                  Punktabzugs bestimmt das Publikum durch seine Wertung.

11.   Für den/die Conférencier/cieuse werden Textbausteine für die Vorstellung der Teilnehmer/innen benötigt. (z. B. Alter, Geburtsort, Beruf, Erfahrung mit Poetry Slam oder nicht.) Diese Textbausteine müssen von den Teilnehmer/innen geschrieben und dem/der Conférencier/ieuse übergeben werden. Diese Übergabe hat gleichzeitig mit der Anmeldung zur Teilnahme zu erfolgen.