2026 Februar

24.2. Atelier Illenau Werkstätten Achern, um 19:30 Uhr

Illenau Allee 54


Vergessen, verwahrt, verkannt: Octavies Schicksal bewegte das Publikum

Das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass enthüllte das tragische Leben einer jungen Adligen hinter den Mauern der Illenau.
Sie war keine Geisteskranke. Sie war nur nicht das, was man von ihr erwartete. Am 24. Februar 2026 holte das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass die vergessene Elisabeth Octavie Amelie Freiin von Türckheim aus der Versenkung der Geschichte – und rührte damit ein volles Haus zu Tränen.
Illenau  •  Goethes Lilli  •  AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass
 

Als Dr. Karin Jäckel am Montagabend im Atelier der Illenau Werkstätten ans Mikrofon trat, war der Raum bis auf den letzten Platz besetzt. Es musste sogar nachgestuhlt werden, und die Anwesenheit mehrerer Pressevertreter unterstrich die Bedeutung des Abends. Was folgte, war keine trockene Geschichtsstunde, sondern eine Spurensuche, die unter die Haut ging: die Wiederentdeckung einer jungen Frau, die 32 Jahre ihres Lebens hinter den Mauern der Illenau verbrachte – und dort am 30. Januar 1881 verstarb. Für sie war „Illenau" tatsächlich „für immer".

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Impressionen

Fotos: Klaus-Peter Jäckel

Archivfoto, Plakat KJ
Archivfoto, Plakat KJ

Am Dienstag, dem 24. Februar 2026, um 19:30 Uhr, lädt das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass® im Neuen Jahr zu seinem ersten literarisch-musikalischen Abend in das Atelier der Illenau Werkstätten Achern (Illenau Allee 54) ein.

 

Dr. Françoise Laspeyres und Dr. Karin Jäckel erinnern mit Bildern und historischen Erkenntnissen an eine der einstigen Langzeitpatientinnen der Heilanstalt Illenau aus dem berühmten Straßburger Adelshaus von Türckheim.

Als junge Frau wurde Elisabeth Octavie Amelie von Türckheim von ihrer Familie in die Illenau gebracht, wo sie“ für immer“ verblieb.

Ihre Großmutter war die für ihre Schönheit und musischen Talente berühmte Straßburger Bankierstochter „Lili“ von  Schönemann, die mit 16 Jahren als Goethes Verlobte in die Geschichte einging. 

Der Eintritt kostet 10 Euro. Bei Reservierung kann ein Bonuskärtchen vergeben und gestempelt werden. Für sechs Stempel gibt es ein vorherbestimmtes Gratis-Buch. Reservierungen sind möglich per E-Mail  oder Tel. (AB) 07802-7010030


Pressemitteilung

PRESSEMITTEILUNG Zur sofortigen Veröffentlichung – Honorarfrei

Vergessen hinter Mauern: Das Schicksal der Amelie von Türckheim in der Illenau

AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass® lädt am 24. Februar zu einer historischen Spurensuche in die Illenau Werkstätten Achern ein – Von Goethes „Lili“ bis zur ewigen Patientin.

Achern / Ortenau. Das Schicksal kann grausam sein, besonders wenn es sich hinter den imposanten Fassaden einer Heilanstalt verliert. Am Dienstag, dem 24. Februar 2026, öffnet das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass® ein fast vergessenes Kapitel der regionalen Geschichte: Im Atelier der Illenau Werkstätten rückt das Leben von Elisabeth Octavie Amelie von Türckheim in das Licht der Öffentlichkeit – eine Frau, deren Herkunft glanzvoller kaum hätte sein können und deren Ende dennoch in der Stille der Illenau lag.

Eine Familiengeschichte zwischen Glanz und Melancholie

Amelie von Türckheim entstammte dem berühmten Straßburger Adelshaus von Türckheim. Ihre Großmutter war keine Geringere als „Lili“ von Schönemann, jene legendäre Bankierstochter, die als 16-Jährige Johann Wolfgang von Goethe den Kopf verdrehte und als seine Verlobte in die Weltliteratur einging. Doch während die Großmutter im Licht der Geschichte strahlte, versank die Enkelin in der Schattenwelt der einstigen Heilanstalt Illenau.

Als junge Frau wurde Amelie von ihrer Familie nach Achern gebracht. Was als vorübergehender Aufenthalt gedacht war, wurde zur lebenslangen Endstation. Sie verblieb „für immer“ hinter den Mauern, die damals als modernste Einrichtung ihrer Art galten, heute aber vor allem Geschichten von tragischen Einzelschicksalen flüstern.

Historische Erkenntnisse und bewegende Bilder

Dr. Françoise Laspeyres und Dr. Karin Jäckel haben sich auf die Suche nach den Spuren dieser ungewöhnlichen Frau begeben. In ihrem literarisch-musikalischen Vortrag präsentieren sie nicht nur historische Fakten, sondern auch Bildmaterial, das die Verbindung zwischen dem Straßburger Adel und der Acherner Heilanstalt greifbar macht. Es ist eine Reise in eine Zeit, in der psychische Leiden oft ein Familiengeheimnis blieben und die Illenau für viele zum Endpunkt ihrer Biografie wurde.

Literaturförderung mit System: Das Bonuskärtchen

Neben der historischen Tiefe bietet der Abend auch eine Neuerung für treue Literaturfreunde. Das AutorenNetzwerk setzt sein erfolgreiches Bonus-System fort: Besucher erhalten bei der Reservierung ein Bonuskärtchen. Wer sechs Veranstaltungen besucht und somit sechs Stempel sammelt, darf sich über ein Gratis-Buch aus dem Fundus der Netzwerk-Autoren freuen – eine schöne Geste, um die regionale Literaturlandschaft lebendig zu halten.


Veranstaltungsdetails auf einen Blick:

      Termin: Dienstag, 24. Februar 2026

      Beginn: 19:30 Uhr

      Ort: Atelier der Illenau Werkstätten Achern (Illenau Allee 54)

      Eintritt: 10 Euro

      Reservierung empfohlen: Per E-Mail an [email protected] oder telefonisch unter 07802-7010030 (Anrufbeantworter).

Über das AutorenNetzwerk Ortenau-Elsass®: Das Netzwerk versteht sich als Brücke zwischen Schreibenden und Lesenden in der Region. Unter der Leitung von Dr. Karin Jäckel organisiert es regelmäßig Lesungen, Vorträge und kulturelle Abende, die regionale Geschichte und zeitgenössische Literatur miteinander verbinden.


Für Rückfragen der Redaktion: Dr. Karin Jäckel [email protected]

[apg im Februar 2026]